Monat: Januar 2024

im taumel des zorns – und jetzt ein allererstes fest

7 episoden – 5 figuren – 1 wahre begebenheit

der einbruch in die krankenhausapotheke läuft anders als erwartet. ove, enno und holle sind nicht allein. die ehemalige apothekenleiterin und eine angestellte haben sich ebenfalls zugang verschafft. als der einbruch kurzerhand zur geiselnahme wird, erwacht das interesse der öffentlichkeit. schnell wird klar: hier sind größere machenschaften im gange, denen niemand so leicht entkommt. es beginnt ein spiel mit der zeit. verhandlungen mit der polizei verhärten sich. ein geplantes geständnis entfaltet ungeahnte sprengkraft. die machtverhältnisse geraten ins wanken. wer hat hier in wahrheit wen zur geisel? und wer setzt sich am ende durch?

die spielzeit 2023/24 folgt einem einzigartigen vorhaben: alle uraufführungen erzählen zusammen eine geschichte. beruhend auf einer wahren begebenheit werden fragen nach recht und gerechtigkeit, selbstjustiz und moral im angesicht eines drohenden medizin-skandals verhandelt. sieben teams aus autor*innen und regisseur*innen erzählen die geschichte in jeder episode weiter. alle episoden werden die ganze spielzeit gezeigt, der einstieg ist jederzeit möglich.

basierend auf einer geschichte von peer mia ripberger, corinna huber & ensemble

episode 2 – und jetzt ein allererstes fest

der morgen bricht an, doch die krankenhausapotheke bleibt geschlossen. enno wird beauftragt, die öffentlichkeit über die situation in der apotheke zu informieren. wie kommuniziert man, was hier geschieht? so einfach ist die sache nicht und dann platzt auch noch die außenwelt herein: das krankenhaus braucht dringend medikamente, um die versorgung aufrecht zu erhalten. dafür ist die expertise von merit und cecilia nötig, aber die weigern sich zu helfen.

neue machtdynamiken bringen die gruppe gewaltig durcheinander und die nerven liegen blank. der zunehmende druck von außen stellt die geduld aller auf die probe. ruhiges und strategisches handeln ist nun wichtig, doch so langsam kommt der hunger. nicht nur enno fällt es immer schwerer, unter diesen bedingungen klare gedanken zu fassen und über das weitere vorgehen zu entscheiden.

regie: magz barrawasser

text: caspar-maria russo

es spielen: eva lucia grieser, cyril hilfiker, seraina löschau, lauretta van de merwe, morris weckherlin

dramaturgie: marleen wengorz

bühne: valentin baumeister

kostüm: nicola gördes

musik: konstantin dupelius, justus wilcken

premiere war am 18.11.2023 im ITZ tübingen

bildnachweis für alle fotos: alexander gonschior

sexualkunde für das neue jahrtausend

*ausgezeichnet mit dem zweiten preis des KUSS festival 2024 *

die coming-of-age-komödie des kanadischen autors oliver sylvestre nimmt uns mit in den gefühlsstrudel dreier jugendlicher und führt uns hautnah an ihr begehren, ihr lieben und ihre unsicherheiten heran. im mittelpunkt der geschichte stehen die drei jugendlichen oli, ben und so. die drei siebzehnjährigen leben im jahr 1999 und stehen vor dem millennium und ihrem ersten mal.

oli, ben und so erzählen vom verliebtsein, von beziehungen, freundschaften, trennungen, einem drohenden weltuntergang und dem ersten mal. ihre erforschung der homo- und heterosexuellen liebe wird untermalt mit soundtrack von den musikern patrick reerink und jean jacobi der band guts pie earshot.

mit viel humor entwirft die deutschsprachige erstaufführung ein einfühlsames bild einer sexualität, die sich zwischen abenteuerlust und leichter panik bewegt. ein mutiges stück, das eine sprache dafür findet, wie wir sex haben, was wir uns wünschen und was nicht, und wie wir genau das kommunizieren.

»ein gelungener, ein sensibel, witzig und glaubwürdig umgesetzter abend über teenagerliebe.« dimo rieß | leipziger volkszeitung (18.09.2023)

»ein witziger, spannender abend über das jahr 1999 und die irrungen und wirrungen rund um das erste mal.« lena kupke | deutschlandfunk kultur (21.09.2023)

mit josephine schumann, philipp zemmrich, moritz winklmayr

regie: magz barrawasser

ausstattung: rabea stadthaus

dramaturgie: justus rothlaender

musik: patrick reerink und jean jacobi

regieassistenz und statisterie: stephanie sonntag

premiere war am 16. september 2023 am TDJW leipzig

bildnachweis für alle fotos: tom schulze