beim arbeiten mit simulierter intimität auf der (probe)bühne überschneiden sich die körperlichen grenzen der schauspielenden mit denen der figuren – damit nähern sich automatisch auch die rahmungen des persönlichen empfindens von intimität an oder können sich überdecken. da die aktuellen strukturen des theatersystems im weiten spektrum der intimität sowohl in der ausbildung als auch auf der probebühne oft wenig raum für das abgleichen und vereinbaren von grenzen, möglichkeiten und visionen lassen, biete ich vorträge und workshopformate an, die gedankliche anregungen und konkrete kommunikative und praktische handlungsoptionen vermitteln, mit denen ein sichererer arbeitsraum für alle beteiligten geschaffen werden kann.
dabei werden neben neuem wissen viele praktische übungen vermittelt, die in der eigenen arbeit angewendet werden können werden – auf dem weg zu einer besseren gemeinsamen praxis am theater, in der ein „nein“ keine blockade sondern ein kreativer wegweiser ist.

in diesem radioabeitrag, den WDR scala im februar 2022 sendete, beschreibe ich meine arbeit:

quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-hintergrund/audio-neuer-beruf-intimitaetscoach-in-film-und-theater-100.html

für nachtkritik.de habe ich einen essay zum thema mit speziellem fokus auf die position der regie geschrieben. die pdf des artikels gibt es hier:

quelle: https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=20284:essay-regisseurin-magz-barrawasser-macht-sich-gedanken-zu-szenischer-intimitaet-auf-der-probebuehne&catid=101&Itemid=84

zusammen mit meinem kollegen florian federl thematisieren wir auch gemeinsam in workshops die möglichkeiten der intmitätskoordination am theater und geben raum für reflexion und horizonterweiterung im hinblick auf die eigene berufliche position.

ziele

  • verständnis dafür schaffen, dass die intimitätssensibles arbeiten die gestaltwerdung künstlerischer visionen unterstützt und fördert und nicht als “sittenpolizei” vorgänge behindert.
  • bewusstsein schaffen für sensibles und verantwortungsvolles handeln im kontext künstlerischer prozesse mit intimem inhalt in allen beteiligten bereichen des theaters.
  • alle beteiligten dazu empowern den eigenen grenzen in der kreativen arbeit platz zu geben und dadurch neue künstlerische räume zu öffnen.
  • praktische arbeitswerkzeuge für die künstlerische/szenische arbeit auf der bühne vermitteln um die palette an ausdrucks- und gestaltungsmöglichkeiten zum ausdruck in szenen mit intimen inhalten zu öffnen und zu erweitern.
  • einen sichereren arbeitsplatz für alle schaffen – mit und ohne einer dritten instanz im raum.
  • bewusstsein für den positiven effekt von aufklärungsarbeit in vorträgen, workshops und beratungsgesprächen schaffen.
  • empowerment aller beteiligten um das ausleben eines bewusstseins für die vorteile und notwendigkeit professioneller werkzeuge und begleitung für intime szenische prozesse im künstlerischen schaffen zu ermöglichen. und dadurch die realisierung eines sichereren und freieren raums für alle beteiligten.


grundlagen

  • profundes und spezifisches wissen über theaterstrukturen und brancheninterne etikette
  • fundierte aus- und weiterbildungen unter anderem in den bereichen intimitätskoordination, theatrale intimitätsarbeit, kommunikation und leitung
  • darauf aufbauend auf die theaterarbeit zugeschnittene vorbereitende übungsstrukturen für die arbeit an produktionen und/oder szenen mit intimen inhalten / praktische arbeitswerkzeuge für proben und aufführungen mit intimen inhalten aus den jeweiligen blickwinkeln der beteiligten / evaluationskompetenz um eigene grenzen in der arbeit mit intimen inhalten zu erkennen und das wissen über passende fachkräfte um mit deren hilfe ein kontinuierlich professionelles arbeiten zu ermöglichen.